Organspende

Sportlerin mit Spenderherz: „Nur Flyer verteilen reicht nicht aus“

Stationen eines bewegenden Lebens: Chantal Bausch wurde als Zwölfjährige erst an ein Kunstherz angeschlossen. Nach dreieinhalb Monaten Wartezeit bekam sie ein Spenderorgan transplantiert. Mit dem Spenderherz kann die heute 26-Jährige Leistungssport betreiben, unter anderem als Torhüterin in der Hockey-Bundesliga. FOTO: - / privat

Bremen. Hockeyspielerin Chantal Bausch (26) bekam als Zwölfjährige ein Spenderorgan transplantiert. Mit ihrer bewegenden Geschichte will sie aufrütteln.

Chantal Bausch ist 26 Jahre alt. Eine lebensfrohe, sportliche junge Frau, die das Tor der Hockey-Bundesliga-Mannschaft des Bremer HC hütet. Die Studentin der Betriebswirtschaftslehre in Hamburg führt auf den ersten Blick ein ganz normales Leben. Aber nur auf den ersten Blick. Denn Bausch ist eine „Sportlerin mit Spenderherz“. So bezeichnet sie sich auch auf ihrer Internetseite.

Vor allem in diesen Tagen gibt die Bremerin der aufgeflammten Debatte um Organspenden ein Gesicht. „Ich möchte meine Geschichte erzählen, um zu zeigen: Es kann jeden jederzeit treffen. Mein Appell ist: Macht euch Gedanken“, sagt Bausch im Gespräch mit dem TV.

Sie war zwölf Jahre alt, als sich ihr Leben von jetzt auf gleich komplett änderte. Bausch trieb viel Sport und bekam trotzdem beim Treppensteigen auf einmal Luftprobleme. „Das kam wie aus heiterem Himmel. Anfang der Woche habe ich noch Sport gemacht – und am Ende der Woche lag ich auf der Intensivstation“, erinnert sich Bausch. Die Diagnose: Myokarditis – eine Herzmuskelentzündung, die Bauschs Herz irreparabel schädigte. Nur eine Herztransplantation konnte ihr Leben retten. Bausch wurde auf die Kinderstation im Deutschen Herzzentrum Berlin verlegt und an ein koffergroßes Kunstherz angeschlossen.

top