Merkel reagiert zurückhaltend

Kurz hofft auf „Achse der Willigen“ gegen offene Grenzen

Polizisten kontrollieren an der Grenze bei Bad Reichenhall ein Fahrzeug, in dem sie eine unerlaubt eingereiste Frau und ein Mädchen aus Syrien gefunden haben. Foto: Matthias BalkFOTO: Matthias Balk

Berlin. Österreich will während seiner bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft eine „Achse der Willigen“ für den Kampf gegen illegale Migration nach Europa schmieden.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte nach einem Treffen mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Berlin, er sehe in Seehofer einen wichtigen Partner, um diese Aufgabe zu bewältigen.

Seehofer berichtete von seinem Telefonat mit dem italienischen Innenminister Matteo Salvini am Dienstag: „Es war der Wunsch, des italienischen Innenministers, dass Rom, Wien und Berlin auf der Ebene der Innenminister bei der Frage der Sicherheit, bei der Bekämpfung des Terrorismus aber auch bei den Kernfragen der Zuwanderung zusammenarbeiten sollten.“ Er, Seehofer, habe dem zugestimmt.

Kurz sprach von einer „guten Kooperation zwischen Rom, Wien und Berlin“. Er sagte: „Darüber hinaus gibt es aber, Gott sei Dank, eine enorme Entwicklung, was dieses Thema betrifft.“ Während er für seine Kritik an der „Politik der offenen Grenzen“ vor Jahren noch „einen enormen Widerstand von zahlreichen Staaten“ erfahren habe, sei die Unterstützung für diese Position inzwischen deutlich gewachsen, etwa in Dänemark und in den Niederlanden.

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