CDU-Parteitag

Merz oder Kramp-Karrenbauer? 13 regionale Politiker wählen mit

Unser Foto zeigt (von links) Birgit Falk, Udo Köhler (beide Trier), Simone Thiel, Arnold Schmitt (Kreis Trier-Saarburg) und Christa Klaß (Bernkastel-Wittlich). CDU-Landesvize Günther Schartz hatte bereits einen Auftritt auf der Bühne: Gemeinsam mit Landeschefin Julia Klöckner und Generalsekretär Gensch überreichte er der scheidenden Parteivorsitzenden einen Präsentkorb.FOTO: Arnold Schmitt

Trier. Wer folgt auf die scheidende CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel? Darüber entscheiden 1001 Delegierte. Viele glauben, dass es am Freitag in Hamburg zu einem Duell kommen wird.

Einen Tag vor dem CDU-Parteitag in Hamburg wächst die Spannung, wer die Nachfolge der scheidenden Parteivorsitzenden Angela Merkel antreten wird. Am Freitagnachmittag haben 1001 Delegierte, darunter 89 Rheinland-Pfälzer, die Qual der Wahl. Die drei aussichtsreichsten Kandidaten, Ex-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn, haben in den zurückliegenden Wochen auf mehreren Regionalkonferenzen um Zustimmung bei den CDU-Mitgliedern geworben. Vor allem AKK, wie die Saarländerin Kramp-Karrenbauer (56) parteiintern genannt wird, und Friedrich Merz (63) hätten dabei punkten können, hieß es anschließend.

Aus der Region Trier sind auf dem Hamburger Parteitag 13 Delegierte dabei. Deren Herz schlägt mehrheitlich für Kramp-Karrenbauer, wie eine Umfrage unserer Zeitung ergab. Danach haben sich mit Christa Klaß (Bernkastel-Wittlich), Moritz Petry (Bitburg-Prüm) und Simone Thiel (Trier-Saarburg) drei Delegierte bereits für AKK entschieden. Alexander Licht und Peter Rauen (Bernkastel-Wittlich) stimmen für Friedrich Merz, vier weitere Delegierte schwanken noch zwischen beiden Kandidaten. Für Jens Spahn ist keiner der Befragten, vier wollen sich nicht öffentlich äußern.

Die Stimmung unter den regionalen Delegierten deckt sich mit den Ergebnissen von Mitgliederbefragungen, die drei regionale Kreisverbände gemacht haben, um einen Eindruck von der Stimmung an der Parteibasis zu bekommen. Danach hat AKK in der Stadt Trier die Nase knapp vorn, während eine kleine Mehrheit der Trier-Saarburger und Bitburg-Prümer Christdemokraten lieber Friedrich Merz an der Parteispitze sähe. Es spricht vieles für eine knappe Entscheidung auf dem Hamburger Parteitag.

top