Großherzogtum

Luxemburg: Polizist stirbt bei Verfolgungsfahrt (Update)

FOTO: Police Grand-Ducale

Clerf. Bei einem schweren Unfall während einer Verfolgungsfahrt ist ein luxemburgischer Polizist gestorben. Der flüchtige Fahrer wurde am Samstag festgenommen, gegen ihn wurde am Sonntag Untersuchungshaft angeordnet.

Die Polizisten hatten zusammen mit einer weiteren Streife einen 37-jährigen Mann verfolgt, der nach Mitternacht eine Verkehrskontrolle in Weiswampach, nahe der Grenze zum Eifelkreis Bitburg-Prüm, ignorierte und mit seinem Fahrzeug über die N7 Richtung Süden flüchtete.

Auf Höhe der Ortschaft Lausdorn, wenige Kilometer Luftlinie vom Grenzfluss Our entfernt, kam es dann zum Unfall: Eines der Polizeifahrzeuge wendete und stieß dabei mit dem anderen Polizeiwagen zusammen, wie die luxemburgische Polizei mitteilt. Dabei seien die beiden Insassen eines der Einsatzfahrzeuge lebensgefährlich verletzt worden. Der Beamte, der einen der Wagen gesteuert hatte, erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Seine Kollegin musste im Krankenhaus notoperiert wurde. Drei weitere Polizisten aus dem zweiten Wagen erlitten leichtere Verletzungen und wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Vom verdächtigem Fluchtwagen fehlte zunächst jede Spur. Dessen Fahrer konnte aber im Laufe des Samstags ermittelt und festgenommen werden. Er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Diekirch im Laufe des Sonntagnachmittags dem Untersuchungsrichter vorgeführt, dieser ordnete Untersuchungshaft an. Der Mann habe zugegeben, wegen seines alkoholisierten Zustands die Polizeikontrolle vermeiden zu wollen, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntagabend mitteilte. Der Untersuchungsrichter habe den 37-Jährigen aus dem Norden des Landes wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt. Ihm drohe eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.

Die Unfallstelle war für die Dauer der Rettungsarbeiten sowie der Unfallbestandsaufnahme am Samstag bis etwa 13 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt.

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