Dercon-Abgang

Volksbühne muss sich auf lange Hängepartie einstellen

Intendant gesucht: Die Volksbühne in Berlin. Foto: Paul ZinkenFOTO: Paul Zinken

Berlin. Nach dem Abgang von Chris Dercon hält Volksbühnen-Interimschef Klaus Dörr nichts von einer überstürzten Nachfolge-Regelung. „Schnellschüsse richten nur Schaden an“, sagte Dörr der „Süddeutschen Zeitung“.

Die Berliner Volksbühne muss sich nach der Trennung von ihrem umstrittenen Intendanten Chris Dercon auf eine lange Hängepartie einstellen.

Im verantwortlichen Ausschuss des Abgeordnetenhauses fand Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Montag breite Unterstützung für seinen Kurs, die Nachfolgefrage in aller Ruhe zu klären.

Auch Volksbühnen-Interimschef Klaus Dörr mahnte Geduld an. „Schnellschüsse richten nur Schaden an“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. „Für die qualifizierte Vorbereitung einer Intendanz braucht man anderthalb bis zwei Jahre.“

Lederer sagte, zunächst gehe es darum, das Theater überhaupt wieder arbeitsfähig zu machen. Sämtliche Mitarbeiterverträge sollten deshalb wie vereinbart weiterlaufen. „Die Mitarbeiter sind jetzt das Pfund, die Basis dafür, dass die Volksbühne wieder anfangen kann.“

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