Leseabend

Beziehungen mit und ohne Katastrophen

Christoph Riemenschneider liest als Gastautor beim Leseabend der Autorengruppe Scriptum. FOTO: Eva-Maria Reuther

Trier. Die Trierer Autorengruppe Scriptum präsentierte einen Leseabend in der Tufa. Die Schriftsteller lesen dabei Kurzgeschichten über Zwischenmenschliches.

Eine neue, alles vernichtende Eiszeit droht in Claudia Nelges Kurzgeschichte „Eis“. Ihre düstere Zukunftsvision tödlicher Kälte, die man durchaus als Metapher für eine zunehmend kalte Gesellschaft verstehen kann, präsentierte die Triererin am Sonntag bei der traditionellen Lesung der Autorengruppe Scriptum in der Tufa.

Die im Jahr 2000 gegründete Gruppe, die inzwischen eigene Erzählbände veröffentlicht hat, arbeitet ebenso nachhaltig wie erfolgreich. Es gebe in dieser Zeit große Probleme, sagte zur Eröffnung der Lesung Gisela Siepmann-Weber als Sprecherin der Gruppe. „Darauf müssen Autoren reagieren.“ Dass sie auch Gehör finden, belegte der bis auf den letzten Platz besetzte kleine Saal des Kulturzentrums.

Heiteres, Melancholisches, allzu Menschliches, vor allem aber Bedenkenswertes kam an diesem Abend zur Sprache, der „Beziehungen und andere Katastrophen“ zum Thema hatte. Ein Titel, der unüberhörbar eine Referenz an den turbulenten Film „Liebe und andere Katastrophen“ war.

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