Verkehr

Sattelzug rast in Autos - Unfall auf A5 kostet Familie aus NRW das Leben

Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern die Unfallstelle auf der A5.FOTO: dpa, soe bwe

Bei dem schweren Unfall auf der A5 in der Nähe von St. Leon-Rot in Baden-Württemberg starben vier Menschen. Die Polizei gibt jetzt Details bekannt: Das Unglück riss eine Familie in den Tod.

Bei dem schweren Unfall auf der A5 in der Nähe von St. Leon-Rot in Baden-Württemberg starben vier Menschen. Die Polizei gibt jetzt Details bekannt: Das Unglück riss eine Familie aus NRW in den Tod. Eine Tochter überlebte schwer verletzt. Die Polizei kritisiert am Tag danach erneut die "Gaffer".

Der Unfall hatte sich am Montagnachmittag in der Nähe des Autobahnkreuzes Walldorf ereignet. Nach Angaben der Polizei kamen die Eltern im Alter von 51 und 46 Jahren sowie eine 13 Jahre alte Tochter ums Leben. Eine zweite Tochter im Alter von 15 Jahren überlebte schwer verletzt. Nähere Angaben zur Herkunft der Familie wollte die Polizei in Mannheim am Dienstag nicht machen. Bei dem vierten Todesopfer handelt es sich um den Fahrer eines zweiten Wagens. Der 60-Jährige stammt aus Rheinland-Pfalz.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Fahrer eines Sattelzuges am Montagnachmittag auf dem rechten von drei Fahrstreifen zwischen der Anschlussstelle Kronau und dem Autobahnkreuz Walldorf gestoppt. Dahinter hielten zwei Autos in Fahrtrichtung Frankfurt ebenfalls an. Der Fahrer eines nachfolgenden Sattelzuges konnte nicht rechtzeitig bremsen und schob beide Wagen unter das stehende Fahrzeug. Bei dem Rettungseinsatz bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge.

Polizei kritisiert "Gaffer"

In der Folge ereignete sich auf der Gegenfahrbahn bei St. Leon-Rot ein weiterer schwerer Auffahrunfall, an dem sieben Autos beteiligt waren - die Behörden sprachen von einem "Gaffer-Unfall". Die Polizei kritisierte die Schaulustigen am Dienstag erneut scharf: "Wie man auf der Gegenfahrbahn effekthascherisch Aufnahmen eines schweren Unfalls machen kann, ist für uns schlicht unverständlich und pietätlos", sagte Polizeisprecher David Faulhaber in Mannheim. "Beim gestrigen Unfall war die Feuerwehr - zusätzlich zur schwierigen Bergung - erheblich damit beschäftigt, Sichtschutz aufzubauen."

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