Havarie in der Biskaya

Französischer Küste droht Ölkatastrophe

Das Containerschiff „Grande America“ stand am 11. März in Flammen. FOTO: dpa / Loic Bernardin

Das Surferparadies Biarritz, Bordeaux oder die Hafenstadt La Rochelle: Nach dem Untergang eines Containerschiffes droht der französischen Küste eine Ölkatastrophe. Raue See verschärft die Situation.

Zwei kilometerlange Ölteppiche treiben nach der Havarie des Containerschiffs „Grande America“ in der Biskaya auf Frankreichs bei Touristen beliebte Westküste zu. Alle Regierungsstellen an Land und auf See seien vollständig mobilisiert und arbeiteten eng zusammen, teilte die zuständige Seepräfektur mit. Die beiden verunreinigten Zonen trieben am Donnerstag etwa 300 Kilometer westlich von dem Küstenort La Rochelle im Meer.

Erste Einschätzungen bestätigten das Risiko einer Küstenverschmutzung, so die Präfektur. Potenziell betroffene Bereiche könnten aber erst in einigen Tagen ermittelt werden. Umweltminister François de Rugy nannte als gefährdete Regionen das Département Charente-Maritime mit der Hafenstadt La Rochelle und das Département Gironde, in dessen Mitte Bordeaux liegt. Er schloss nicht aus, dass das Öl auch an die spanische Biskaya-Küste gelangen könnte.

Der unter italienischer Flagge fahrende Frachter „Grande America“ war am Dienstag nach einem tagelangen Brand untergegangen. Das aus dem Frachter ausgelaufene Schweröl soll nun mit Spezialschiffen abgepumpt werden. Schlechte Witterungsbedingungen und raue See erschwerten allerdings den Kampf gegen die Verschmutzung, so die Präfektur. Das Schiff hatte auch Gefahrgut an Bord.

(cpas/dpa)
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