Schneehöhen

Pulverschneeparadies und Lawinengefahr in den Alpen

Während einige Skigebiete in den Alpen wegen Lawinengefahr gesperrt sind, herrschen auf anderen Pisten für den Wintersport beste Bedingungen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration FOTO: Karl-Josef Hildenbrand

München. Die deutschen Alpen sind ein „Pulverschneeparadies“, wie der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS) mitteilt. Die geöffneten und gesicherten Pisten seien im Top-Zustand. Dies gilt jedoch nicht überall.

Wegen Lawinengefahr sind einige Gebiete teilweise oder ganz gesperrt. Allerdings stufte der Lawinenwarndienst Bayern in München die Gefahr für Freitag (11. Januar) nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr, also Warnstufe 3.

In den vergangenen Tagen waren die Fachleute flächendeckend von einer großen Lawinengefahr ausgegangenen, was Stufe 4 entspricht. Sie warnten aber nun weiterhin: „Aufgrund der möglichen großen Reichweiten von Lawinen erfordern Unternehmungen im Gebirge zur Zeit besondere Vorsicht und überlegte Routenwahl.“

Die Hauptgefahr geht demzufolge weiter von großen bis sehr großen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich durch Neuschnee auf die Altschneedecke und verstärkt durch die Sonneneinstrahlung am Freitag von selbst lösen können. Abgehende Lawinen könnten in der Sturzbahn auf tiefere Schneeschichten durchgreifen und bis in die Tallagen vorstoßen. Auch hangnahe Verkehrs- und Wanderwege unterhalb der Waldgrenze seien gefährdet. „Die Triebschneeansammlungen sind von lockerem Neuschnee überdeckt und schwer zu erkennen“, hieß es.

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