Private Beiträge vorrangig

Facebook stuft Inhalte von Unternehmen und Medien zurück

Änderung bei Facebook: Die persönlichen Kontakte sollen gegenüber kommerziellen Inhalten Vorrang bekommen. Foto: Friso Gentsch/dpaFOTO: Friso Gentsch

Menlo Park. Facebook-Nutzer werden künftig mehr Beiträge von Freunden und Familie statt von Unternehmen, Medien und politischen Gruppen zu sehen bekommen.

Mehr Katzenvideos als harte Fakten? Facebook-Nutzer werden künftig vermehrt Beiträge von Freunden und Familie statt von Unternehmen, Medien und politischen Gruppen zu sehen bekommen.

Mit der Maßnahme solle das weltgrößte Online-Netzwerk wieder stärker auf das ursprüngliche Ziel ausgerichtet werden, persönliche Verbindungen zu ermöglichen, schrieb Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einem Facebook-Beitrag . Die Änderung gehe auf Wünsche von Nutzer zurück. Verhaltene Kritik gab es zunächst von Medien-Schaffenden.

Die Beiträge von Unternehmen und Medien sollen danach priorisiert werden, „ob sie zu bedeutungsvollen Interaktionen ermutigen“. Mit anderen Worten sollen Inhalte, zu denen sich ein Nutzer und seine Freunde äußern, höher im Newsfeed platziert werden. Facebook will dabei mit Hilfe seiner Algorithmen versuchen, Voraussagen darüber zu treffen, über welche Beiträge sich die Nutzer austauschen wollen.

Beiträge von Facebook-Seiten werden damit zwar grundsätzlich weiterhin den Weg in den Newsfeed finden - aber nur dann bevorzugt, wenn sich der Freundeskreis darüber austauscht. Für viele Unternehmen und Medien dürften die Änderungen einen radikalen Einschnitt bedeuten. Facebook hatte in den vergangenen Jahren im Gegenteil versucht, verstärkt zur Plattform für Medieninhalte zu werden. Viele Medien und Marken setzen darauf, Menschen über Facebook zu erreichen - schließlich hat das Online-Netzwerk weltweit mehr als zwei Milliarden Mitglieder.

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