Blitz, Donner, Regenduft

Was man über Sommergewitter wissen sollte

Vor einem Blitzschlag schütz man sich am besten in festen Gebäuden. Im Freien sind Bäume, Masten, Zäune und Gewässer zu meiden. Foto: Christoph SchmidtFOTO: Christoph Schmidt

Berlin. Temperaturen von bis zu 50 000 Grad und ein Schalldruck von bis zu 130 Dezibel: Sommergewitter sind eine beeindruckende Naturgewalt. Gerade deshalb sollte man sie sich aber nur aus der Ferne anschauen.

Warum riecht es gerade im Sommer nach Regen?

Den typischen Duft, wenn es nach langer Trockenheit wieder regnet, nennen Forscher „Petrichor“ . Zwei Australier, die den Begriff 1964 von den altgriechischen Wörtern „petros“ (Stein) und „Ichor“ (mythologisch die Flüssigkeit in den Adern der Götter) ableiteten, fanden vereinfacht gesprochen heraus: Das geruchlose Wasser wirbelt Staubpartikel auf, die unter anderem das Aroma eines Öls in sich tragen, das Pflanzen bei Dürre produzieren.

Wie genau kommt der Duft in die Nase?

Das haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology im Jahr 2015 genauer beschrieben: Ein Regentropfen schließt auf der Erde winzige Luftbläschen unter sich ein. Diese nehmen den Geruch des staubigen Bodens auf, blubbern dann ähnlich wie Kohlensäure im Sprudelwasser nach oben und spritzen aus der Tropfenoberfläche an die Luft. Wind verteilt die mitgezogenen Duftstoffe. Unter anderem daher können manche schon Regen riechen, bevor er überhaupt an ihrem Standpunkt fällt. Die Forscher fanden heraus, dass bei leichterem Niederschlag der Geruch intensiver ist als bei Starkregen.

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