Hat das Warten bald ein Ende?

Kassenpatienten sollen schneller Arzttermine bekommen

Die Bundesregierung will Praxisärzte dazu verpflichten, wöchentlich mindestens 25 statt 20 Stunden für gesetzlich Versicherte anzubieten. Foto: Daniel Karmann FOTO: Daniel Karmann

Berlin. Kassenpatienten in Deutschland sollen künftig schneller an Arzttermine kommen: durch mehr Sprechstunden, zusätzliche Vermittlungsangebote und extra Anreize für die Mediziner.

Der Bundestag hat dafür nun ein umfassendes Gesetz der großen Koalition beschlossen. So sollen Praxisärzte wöchentlich mindestens 25 statt 20 Stunden für gesetzlich Versicherte anbieten müssen. Augenärzte, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunde ohne feste Terminvergaben haben. Telefon-Servicestellen zur Terminorganisation für Patienten, die in den Ländern bisher unterschiedlich arbeiten, sollen zudem zu einem Rund-um-die-Uhr-Angebot ausgebaut werden.

Nachsehen für Bestandspatienten befürchtet

Die Verbraucherzentralen begrüßten die Bemühungen, warnten allerdings auch vor neuen Problemen. Häufig warteten Patienten lange auf einen Arzttermin, was nervenaufreibend und belastend sein könne - es sei daher richtig, hier anzusetzen, sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Klaus Müller.

top