Keine Mitsprache

Die Vor- und Nachteile von Vorzugsaktien

Vorzugsaktien sind meistens günstiger, aber dafür hat man kein Stimmrecht bei Hauptversammlungen. Foto: Frank MayFOTO: Frank May

Düsseldorf. Bei manchen Unternehmen steht der Kleinanleger vor der Wahl: Soll er Stamm- oder Vorzugsaktien kaufen? Ein Überblick über die Unterschiede zwischen beiden Aktientypen:

„Vor allem traditionsreiche Familienunternehmen wie BMW und VW geben neben den Stamm- auch Vorzugsaktien aus, um Kapital zu bekommen, ohne Macht abgeben zu müssen“, sagt Jürgen Kurz, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in Düsseldorf.

Vorzugsaktien sind bei normal laufenden Geschäften in der Regel günstiger. Dafür verzichten Besitzer damit auf ihr Stimmrecht bei Hauptversammlungen, über das sie mit Stammaktien verfügen. Sie können also nicht mitmischen, wenn Vorstand und Aufsichtsrat entlastet werden oder wichtige Entscheidungen der Zustimmung der Aktionäre bedürfen. Aktionärsvertreter wie Kurz sehen das kritisch.

An ihrer Sicht ändert auch die oft höhere Dividende nichts, die Besitzer von Vorzugsaktien meist ausgezahlt bekommen. „Der Dividendenunterschied zwischen den beiden Arten liegt oftmals nur noch bei wenigen Cent“, sagt Daniel Bauer, Vorstandsmitglied bei der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

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