Kolumne Mahlzeit

Arabica oder Robusta – das ist die Frage

Susanne Umbach. FOTO: Stefan F. Saemmer

Kaffee ist sehr beliebt bei den Deutschen. Dabei schmeckt allerdings nicht jede Sorte gleich. Auch die Zubereitung entscheidet über den Geschmack.

Ob Milchkaffee, Espresso oder Capuccino – Kaffee ist ein Wachmacher und Symbol für Entspannung und Genuss. In der Regel stammt er hauptsächlich von den Bohnen Arabica und Robusta. Erstere wächst im Hochland, reift sechs bis acht Monate und hat ein feines Aroma. Meist vertragen Kaffeeliebhaber die Arabica-Bohne besser, da sie weniger Säure enthält. Arabica gilt als hochwertiger. Erstklassige Arabica-Pflanzen brauchen ein ausgeglichenes, warmes Klima in 900 bis 2000 Metern Höhe. Dagegen gedeiht  Robusta am besten in 300 bis 600 Metern Höhe. Sie wachsen schneller und sind ertragreicher. Die Bohnen enthalten mehr Koffein, sind kräftiger und bitterer.

Um besonders interessante Aromen zu kreieren, werden die Sorten zu Blends (Mischungen) kombiniert. Die passende Röstung sorgt dafür, dass sich die Aromen richtig entfalten. Eine Königsdisziplin – denn Dauer und Temperatur müssen auf den Zweck abgestimmt sein. Espressobohnen werden lange geröstet. Dabei werden Säuren verstärkt abgebaut, das macht den Kaffee magenfreundlicher. Last but noch least sorgt die Art der Zubereitung für weitere Unterschiede im Geschmack. So oder so – Kaffee ist sehr beliebt. Laut dem Deutschen Kaffeeverband trinken wir im Schnitt 160 Liter pro Kopf im Jahr.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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