„Ich kann alles erzählen“

Projekt hilft Menschen raus aus Hartz-IV

Ulrike Nitsche, Diplom-Sozialpädagogin vom Jugendamt in Nürnberg, und Familien-Manager Bernd Braun unterstützen in dem Projekt "Perspektiven für Familien" Menschen, die von langer Arbeitslosigkeit betroffen sind. Foto: Daniel KarmannFOTO: Daniel Karmann

Nürnberg. Es ist manchmal ein Teufelskreis. Kinder von Hartz-IV-Empfängern werden eher zu Leistungsbeziehern als Kinder aus anderen Familien. Das zeigen nicht nur Erfahrungen, sondern auch Studien.

Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit

In Nürnberg haben sich dafür Stadt und Jobcenter in einem speziellen Projekt vor Jahren zusammen getan, um die vererbte Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Es heißt „Perspektiven für Familie“ und macht mittlerweile auch in Sachsen und Nordrhein-Westfalen Schule.

Fallmanager Bernd Braun und Sozialpädagogin Ulrike Nitsche kümmern sich in einem von drei Tandems zusammen um rund 40 Fälle. Sie schauen, wie man Familien unterstützen kann, damit sie wieder zurück in die Arbeitswelt finden. Die Probleme seien vielfältig, erzählen beide. „Das fängt schon bei einer fehlenden oder nicht passenden Kinderbetreuung an, Schwierigkeiten in der Schule, Schulden, Wohnungsproblemen“, sagt Nitsche: „Wir haben viele Alleinerziehende, die teilnehmen, viele Familien mit Migrationshintergrund - da sind dann auch sprachliche Probleme dabei“, erzählt Braun.

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