Urteil des EU-Gerichts

Staubsauger dürfen nicht mit leerem Beutel getestet werden

Das EU-Gericht hat entschieden, dass die Energie-Effizienz von Staubsaugern nicht mit leerem Behälter getestet werden darf. Foto: Armin Weigel/SymbolbildFOTO: Armin Weigel

Luxemburg. Die Energie-Effizienz von Staubsaugern darf nach einem Urteil des EU-Gerichts künftig nicht mehr mit leeren Staubbehältern getestet werden. Die Luxemburger Richter gaben einer Klage des Herstellers Dyson statt und erklärten die entsprechende EU-Verordnung für nichtig.

Tests mit leerem Behälter kämen den tatsächlichen Bedingungen während des Gebrauchs nicht so nah wie möglich, hieß es (Rechtssache T-544/13). Eine Sprecherin der EU-Kommission, die die Verordnung 2014 erlassen hatte, kündigte an, die Brüsseler Behörde werde das Urteil nun eingehend prüfen und dann über weitere Schritte entscheiden.

Die Kommission hat rund zwei Monate Zeit, Rechtsmittel einzulegen. Andernfalls verlieren die derzeitigen Energie-Label ihre Gültigkeit und eine neue Verordnung müsste vorgelegt werden, die im Einklang mit der EU-Richtlinie über die Kennzeichnung des Energieverbrauchs steht.

Eine Dyson-Sprecherin zeigte sich erfreut: „Das sind gute Neuigkeiten und ein ganz klarer Gewinn für die Verbraucher in Europa“, sagte sie. „In Zeiten des Dieselgates müssen die Verbraucher darauf vertrauen können, welche Angaben die Hersteller zu ihren Produkten machen.“

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