Mit Piepen gegen den Crash

Pilotprojekt zu Wildunfällen gestartet

Ein Wildwarner gibt ein akustisches und optisches Signal ab, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Die Signale wirken verstörend auf Wild und sollen die Tiere am Überqueren der Straße hindern. Foto: Klaus-Dietmar GabbertFOTO: Klaus-Dietmar Gabbert

Zerbst. In der Dämmerung auf der Bundesstraße 184 in Sachsen-Anhalt: Ein Auto fährt an einem Lichtsensor vorbei, ein kleines schwarzes Gerät an einem grünen Pfosten am Straßenrand gibt für mehrere Sekunden Pieptöne von sich, drei Leuchtdioden blinken.

Wildtiere sollen so vom Überqueren der Straße abgehalten werden. Sachsen-Anhalt testet in einem Pilotversuch akustische Wildwarner, um Unfälle mit Rehen und Wildschweinen zu vermeiden. Nach Angaben des Verkehrsministeriums in Magdeburg ist das Projekt in dieser Form eine Premiere in Deutschland, weil erstmals akustische und optische Warnsignale kombiniert würden.

Vier Teststrecken

Durch die neue Methode soll erreicht werden, dass die Tiere beim Herannahen von Autos gar nicht erst auf die Straße laufen. Neben den akustischen Warnern kommt LED-Blinklicht zum Einsatz. Autos sollen bei Tag und Nacht von der Technik erkannt werden. Vier Strecken in der Altmark, bei Dessau und in der Börde wurden für den dreijährigen Test ausgewählt.

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