Der Verurteilte soll sich laut Anklageschrift wiederholt von der Polizei verfolgt gefühlt und über Lautsprecher Stimmen von Personen gehört haben, die nach seiner Wahrnehmung von der Trierer Polizei gewesen und ihn gequält haben sollen. Aus diesem Grunde soll der Verurteilte beschlossen haben, sich an der Polizei zu rächen.

Am Tattag soll er aus der Küche ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 Zentimeter genommen und sich direkt zur Polizeiinspektion in der Südallee in Trier begeben haben. Der Verurteilte soll sich unbemerkt dem Polizisten und einem Zeugen von hinten genähert und dem Polizisten mit einem heftigen Schlag in die rechte seitliche Brustkorbseite einen Stoß mit dem Messer versetzt haben.

Infolge der Wucht des Schlages soll sich das Messer verbogen haben. Der Verurteilte soll anschließend geflüchtet, jedoch noch auf dem Parkplatzgelände der Polizeiinspektion ergriffen und festgenommen worden sein.

An einem früheren Verhandlungstag sagte der damals Angeklagte, ihm tue seine Tat leid. Der Polizist rief damals in Richtung des psychisch kranken Mannes: „Ist okay. Ich bin nicht nachtragend.“ Später sagte der Polizist dazu: „Wenn man bei der Polizei ist, muss man damit rechnen.“

Der Verurteilte ist bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten und befindet sich seit dem 12. Juni 2018 in einstweiliger Unterbringung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Hier geht es zum Bericht zur Tat vom 12. Juni.

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