Unwetter

Nach der Katastrophe: Wie die Menschen mit der Ausnahmesituation umgehen (Fotos)

FOTO: TV / Rudolf HOESER

Dudeldorf/Kyllburg. Anpacken und Absichern des absturzgefährdeten Hangs in Kyllburg. Aufatmen und aufräumen im Eifeldorf Dudeldorf. Oder doch nicht? Die Menschen vor Ort spiegeln derzeit ganz unterschiedliche Gefühle wider.

Eine Bewohnerin der Ordorferstraße in Dudeldorf, die schwer vom Unwetter betroffen ist, beschreibt es so:

Unwetterschäden: Dudeldorf am Tag danach FOTO: TV / Florian Blaes

„Am Samstag überquerte uns eine Flutwelle mit voller Macht und vernichtete alles, was sich ihr in den Weg stellte. Unsere Autos sind nur noch Schrott wert. Das Erdgeschoss gleicht einem Pool aus Schlamm und brauner Brühe. Alle Möbel konnten wir rausschmeißen, die Zimmer sind leer. Kaum hatten wir am Sonntag die Aufräumarbeiten abgeschlossen, kam auch schon die nächste Hiobsbotschaft am Montag: Der Bach wird wieder überlaufen! Aber wir wollen kein Wasser mehr im Haus. Also wenigstens ein Eindringen des Wassers mit Sandsäcken verhindern. Und dann kam er auch schon, der Bach, die Sturzflut. Stundenlang liefen die Wassermassen an unserem Haus vorbei. Keine Zeit, die schon kaputten Autos höher zu bringen. Wieder wurden sie von den Fluten verschoben. Der Bürgersteig ist als solcher nicht mehr zu erkennen. Tiefe Krater vor der Haustüre. Um 23 Uhr gingen wir ins Bett, erschöpft! Das Wasser floss immer noch am Haus vorbei. Um 4 Uhr ein Blick nach draußen, es war trocken, kein Wasser mehr, Gott sei Dank.

Am frühen Dienstagmorgen begannen dann wieder die Aufräumarbeiten. Mit Wasserschläuchen wurde die braune Masse weggespült, das Haus leer gepumpt. Die Nerven seien laut der Bewohnerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, am Ende. Der Bach liege zwar wieder in seinem Bett, doch nur ein starker Regenschauer, und es gehe wieder von vorne los. „Es muss unbedingt jetzt was geschehen!! Wir sind am Ende“, sagt die Frau aus Dudeldorf.

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